Unsere diesjährige Frühjahrsklausur begann mit einer Mitgliederversammlung. Wir wählten unter anderem die Delegierten für den Landesrat der GRÜNEN JUGEND Bayern: Catherina Egger (Sprecherin, Augsburg) und Fabian Kirchmann (Beisitzer, Kempten). Daneben wurde ein Plakat gemalt, um es anschließend im Gruppenbild zur Mobilisierung für die Günzburger Großdemo gegen AKWs zu verwenden.

Den ersten der anschließenden Workshops gestaltete Ulli Brenner von der Bürgerinitiative FORUM. Sie berichtete beispielsweise von einem Zwischenfall im AKW Grundremmingen vor dreisig Jahren. Was viele nicht wissen: “Es gab eine 3 m hohe Flutwelle innerhalb des Reaktors”. Auch auf die nur vermeintlich finanziellen Vorteilen für die um das AKW wohnenden und arbeitenden Familien, die aber im Falle eines Falles verstrahlt werden, ging sie ein. Diese werden lebenslang kostenlos mit Strom versorgt. Auch Missbildungen  bei Geburten rund um das AKW sind kein Geheimnis. Dies ist jedoch kein Grund für viele Bürgerinnen und Bürger sich nicht anzusiedeln. Aktuell ist die Abschaltung des AKWs 2017 geplant. Gefahren drohen allerdings auch noch beim Rückbau. Ulli Brenner gab noch praktische Tipps für jede*n zum privaten Umsetzen:

Die drei Kernforderungen des Workshops waren folglich:

  • Atom-Ausstieg sofort!

  • Zwischenlager neu und sicher bauen!

  • Konzepte überdenken!

Denn Atomenergie ist eine Gefahr für die Gesellschaft.

Thorsten Häusler von den Allgäuer Überlandwerken AÜW referierte über Netzsteuerung, Auslastungsregulierung, Netzverstärkung und -koppelung und die energieautarke Mustergemeinde Wildpoldsried bei Kempten. Außerdem wurden in Kempten im Jahr 2014 bereits 650 Ladestunden an Stromtankstellen  für Elektroautos von den AÜW bereitgestellt. Er prognostiziert für 2015 1300 Ladestunden an den AÜW-Ladesäulen. Häusler berichtete ebenfalls über ein Projekt der AÜW bezüglich modernen Wasserkraftanlagen. Die AÜW wird zusammen mit der Technischen Universität München 600.000 Fische an der Quelle der Iller aussetzen und an der Mündung in die Donau wieder einsammeln, um zählen und dokumentieren zu können, wie durchlässig die Wasserkraftanlagen der AÜW sind. Zum Thema Windkraft erzählte er, dass zwei neue Windkrafträder, das Projekt “Höll”, gebaut wurden. Diese seien aber noch nicht im Betrieb. Thorsten Häusler blickte auch in die Zukunft: “Die Elektromobilität wird sich durchsetzen – wenn auch etwas langsamer als vorhergesagt. Wenn der Staat sein Ziel einhalten will, dann muss er fördern.”

Autor*in: Fabian Kirchmann, Eva Lettenbauer