Maxi Deisenhofer aus der Grünen Jugend Schwaben und Kreisvorsitzender der Grünen in Günzburg und Sina Doughan, Bundessprecherin der Grünen Jugend, besuchten Ende letzter Woche auf der Juzetour 2012 die Jugendzentren in Jettingen-Scheppach, Krumbach und Offingen und VorstandsvertreterInnen des „Mon Ami“ in Ichenhausen.

Sina Doughan berichtet:

„In Jettingen-Scheppach sind wir total nett von ca. 10 jungen Menschen empfangen worden, die gerade das JuZe geöffnet haben. Normalerweise hat das Jugendzentrum Freitags und Samstags von ca. 17:00-02:00 Uhr geöffnet. Je nach Tageszeit kann man dort Jugendliche und junge Erwachsene ab 12 Jahren treffen.
Die Organisation des JuZe liegt vollkommen in den Händen der jungen Leute, die uns erklären, dass sie 2008 mit der Gründung eines Vereins und der Wahl eines Vortandes die ersten Meilensteine für das JuZe gelegt hatten und mit einem Konzept den Bürgermeister und den Stadtrat von dem Projekt überzeugen konnten. Die Stadt bot den Jugendlichen das ehemalige Vereinshaus der Fußballmannschaft an, das sie aus eigener Kraft renovieren mussten. Jetzt zahlt die Stadt Wasser und Strom, ansonsten finanziert sich das Projekt aus den Getränken und den Eintritten der regelmäßig stattfindenden Konzerte und Veranstaltungen. Größere Probleme mit den AnwohnerInnen oder den Jugendlichen die das JuZe besuchen gibt es nicht, die kleineren werden gemeinschaftlich gelöst.
Nach ungefähr zwei Stunden verabschieden wir uns von dem JuZe Jettingen-Scheppach und besuchen zwei VorstandsvertreterInnen des Jugendzentrums in Ichenhausen, die vom Neubau des JuZes „Mon Ami“ erzählten.
Nächste Station war das Jugendzentrum in Krumbach. Es existiert nun bereits seit einigen Jahren und hat sich recht gut entwickelt. Der JuZe Vorstand um Tino Baumann erzählte uns noch einmal die Geschichte von Planung und Bau des Jugendzentrums. Das Gebäude wurde von den Jugendlichen selbst aufgebaut, lediglich das Dach und die Basis wurde professionell gemacht, die Wände, die Innen- wie auch Außen-Verkleidung, die große Terasse und die Einrichtungen wurden eigenständig in den Ferien, oder wenn sonst Zeit war, gebaut. Insgesamt dauerte es auch hier von der Idee bis zur Fertigstellung mehrere Jahre, in denen die Jugendlichen ihre Zeit und Kraft investierten.
Jetzt hat das Jugenzentrum mehrmals die Woche offen, veranstaltet ca. 2x im Monat Top-Konzerte und Partys, zu denen die Gäste auch schonmal von außerhalb Bayerns oder sogar aus der Schweiz kommen um gemeinsam zu feiern. Die Lage ist hier etwas schwierig, da man eigentlich am JuZe nicht durch Zufall vorbei kommt. Dies hat aber aufgrund der folglich wenigen AnwohnerInnen auch Vorteile.
Die letzte Station der „JUZE-Tour“ war dann das Jugendzentrum in Offingen, das bereits seit mehreren Jahrzehnten besteht.

Die Jugendzentren stehen und fallen mit dem Engagement der Jugendlichen vor Ort. Es ist enorm beeindruckend, dass solche Projekte, die ursprünglich Ideen waren, jetzt umgesetzt werden konnten.
Alles in allem sind die Jugendzentren relativ gut ausgestattet, sehr gut besucht und die Verantwortlichen extrem motiviert und engagiert.
Ein Problem der Jugendzentren allerdings, das uns häufiger begegnete, war das Problem des Nachwuchses. Jugendzentren in einer Stadt können nicht, vor allem wenn sie selbstverwaltet sind, mehrere Jahrzente von den vom GründerInnenvorstand gehalten werde. Irgendwann ist auch die Zeit gekommen abzugeben, allerdings hängt man ja sehr an Projekten, vor allem wenn man selbst viel dafür investiert und mit das ganze aufgebaut hat. Es braucht verantwortungsvollen, engagierten Nachwuchs in den Vorständen, die Lust haben viel Verantwortung zu übernehmen, allerdings auch wahnsinnig viel dabei lernen können selbstständig Projekte auf die Beine zu stellen.

Wir bedanken uns sehr bei den jungen Leuten, die uns auf jeder Station ganz offen empfangen haben. Wir wünschen euch noch viele junge engagierte Leute dazu, die mit euch oder irgendwann nach euch das Jugendzentrum halten. “

Autor*in: Eva Lettenbauer