Und schon ist sie wieder Vergangenheit, die 2011er Ausgabe unserer Winterklausur. Sie dauerte vom Freitag, dem 28., bis zum Sonntag, dem 30. Oktober, war gelungen, gut besucht und natürlich auch äußerst politikfreudig. Ein Wochenende, das rundum positive Reaktionen erntete. Und das ist passiert:

Freitag Nachmittag trudelten wir aus allen Ecken Schwabens ein, wir motivierten Junggrünen, wir stapften durch den Wald hinauf zum Naturfreundehaus Freibergsee, wo gewohnheitsmäßig getagt wurde. Dort wurden zunächst Kässpätzle gegessen, im Anschluss saß mensch zusammen, lernte sich kennen oder freute sich über ein Wiedersehen. Schöner Abend. Dann gingen alle schlafen.

Am nächsten Morgen standen zunächst einmal die Wahlen zum neuen Vorstand an. Der ist groß wie lange nicht mehr, besteht aus acht Personen, genauer gesagt aus den Folgenden: Sprecherin ist Eva Lettenbauer, Sprecher der ehemalige Schatzmeister Felix Knecht, politische Geschäftsführerin Christina Ostermayr, zum Schatzmeister wurde der bisherige Sprecher Jakob Wunderwald gewählt. Als Beisitzer_innen verstärken Inka Rupp und Paula Walk, die schon bislang zum Vorstand gezählt hatten, sowie Aline Keller und Maximilian Deisenhofer das Team. Auf dass sie ihre Sache gut machen mögen!

Der Samstagnachmittag stand im Zeichen der großen Aktion, die die GJ Schwaben am Nachmittag in Oberstdorf auf die Beine stellen wollte. „Weihnachten ist der Orgasmus des Kapitalismus“ und „Was brauch ich – und wenn ja, wie viel?“ sollten die Leitsprüche der Veranstaltung sein, bei der auf fairen und ökologischen Konsum gerade jetzt, beim vorweihnachtlichen Geschenkekauf, aufmerksam gemacht werden sollte. Wir hatten, gerade wegen des „Orgasmus“-Spruches, damit gerechnet, dass sich manch Oberstdorfer_in provoziert fühlen würde, doch dem war nicht so. Viel mehr gingen die Flyer zur Aktion weg wie warme Semmeln, sodass schließlich der örtliche Pfarrer um Hilfe beim Kopieren neuer Flyer gebeten werden musste.  Der Nachmittag hatte allen gefallen, wir stapften zurück zum Naturfreundehaus, der Rest vom Tag wurde entspannt zu Ende gebracht.

Sonntag ging es dann zu einem anderen Thema, der Atomkraft. Gregor Scheringer vom Landesarbeitskreis Ökologie der Grünen Jugend Bayern und Florian Sperk von der Jugendorganisation Bund Naturschutz erzählten von den Strategien der großen Stromkonzerne, die den kurzzeitigen „Ausstieg aus dem Atomausstieg“ befeuert hatten, und richteten den Blick auf die Zukunft, in der genau diese Konzerne wieder versuchen werden, eine Pro-Atom-Stimmung zu entfachen. Es ging darum, jetzt nicht aufzuhören, sondern weiter zu kämpfen, gegen Atomkraft, gegen die Macht der vier großen Stromanbieter.

Und weiterkämpfen, das wird die Grüne Jugend Schwaben. Sie wurde motiviert von einem tollen Wochenende. Einem Wochenende, dessen Ereignisse auch dann noch gern erinnert wurden, als längst schon wieder alle im Zug gen Heimat saßen.

Autor*in: Jakob Wunderwald