Bild von Claude Attard Bezzina

Kreuz

Eine Schülerin aus Illertissen ist aus der Kirche ausgetreten. Dieser Austritt hat jetzt schwerwiegende Folgen. Die Zehntklässlerin wird ihrer Schule – Gymnasium Kolleg der Schulbrüder – verwiesen. Der Grund lautet: sie habe gegen die Vertragsklausel „Jeder hat am Religionsunterricht teilzunehmen.“ verstoßen. Diese Vertragsregel gilt für alle Schulen in katholischer Trägerschaft. In dieser Schule gibt es allerdings eine Ausnahmeregelung, die es muslimischen und konfessionslosen Kindern ermöglicht am Ethikunterricht teilzunehmen. Diese Regelung kann sie laut Schulleitung aber nicht für sich in Anspruch nehmen, da sie bewusst aus der Kirche ausgetreten ist.

Wie kann es zu einem solchen Vorgang in der heutigen Zeit kommen?
Diskriminierung auf Grund der Religionszugehörigkeit – laut Grundgesetz ist das verboten: §33 (3) […] Niemandem darf aus seiner Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem Bekenntnisse oder einer Weltanschauung ein Nachteil erwachsen.

Außerdem ist es juristisch eher problematisch sich auf einen Schulvertrag zu beziehen, den die Eltern unterschrieben haben und der sich auf die Religionszugehörigkeit bezieht. Denn man kann mit 14 Jahren aus der Kirche austreten.
Es wäre schön, wenn es zu dem von Bischof Zollitsch gepriesenen Neuanfang der Kirche kommen würde und zwar bald!

 

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Schulverweis-nach-Kirchenaustritt-_arid,2132598_regid,2_puid,2_pageid,4289.html