„Liberal“ nennen sie sich. Also haben sie eigentlich den Anspruch, für die Freiheit zu kämpfen, die Nachwuchs-FDPler_innen von den JuLis in Bayern. Aber – wie viel steckt denn hinter diesen großen Worten? Wenn man sich einen der Beschlüsse vom Landeskongress dieser Organisation anguckt, ist das wohl nicht so viel. Schließlich werfen sie dort allen Bestrebungen, endlich Gleichberechtigung und damit auch Freiheit für alle zu erreichen, den Fehdehandschuh entgegen.

So heißt es da doch tatsächlich, und das ist ein Zitat: „Die Jungen Liberalen sehen in der Antidiskriminierungspolitik und dem sog. „Gender Mainstreaming“ eine große Gefahr für die individuelle Freiheit.“ Des weiteren erklären unsere Möchtegern-Freiheitskämper_innen, man solle doch bitte unter anderem das Bundesgleichstellungsgesetz, die UNDP Gender Equality Strategy, die Gleichstellungsbeauftragten in allen öffentlichen Einrichtungen sowie an Universitäten, sowie diverse Gesetze und Regeln, die endlich für Gleichberechtignung sorgen sollen, streichen. Ersatzlos. Dazu kommen alle Geschlechterquoten und öffentlichen Fördergelder, sie sollen ebenfalls entfernt werden.  Alles nur mit dieser fadenscheinigen, scheinheiligen und an den Harren herbeigezogenen Begründung: „Da die Gleichbehandlung von ungleichen Personen notwendigerweise zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führenwird, können alle Bemühungen, eine solche tatsächliche Gleichheit herzustellen, nur zur allmählichen Aufgabe des Grundsatzes der Gleichheit vor dem Gesetz führen.“

Mit derlei Aktionen zeigen die Neo-Neoliberalen wohl, was das alleinige Ziel ihrer Denke ist: Für geringfügigen wirtschaftlichen Erfolg so ziemlich jeden, im Grunde grundliberalen (denn, oder habe ich da was falschverstanden, Freiheit ist doch dann erreicht, wenn jede_r die gleichen Rechte, die gleichen Chancen hat, alles zu tun, was ihm möglich ist, oder?) Grundsatz opfern. Ziemlich beängstigend eigentlich, dass die „Elterngeneration“ dieser Organisation in Berlin und München an der Regierung ist…

Nachzulesen ist das Ganze hier.