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Er ist also vorbei, und nichts wurde erreicht beim großen Hoffnungsträger vieler Bekämpfer des Klimawandels, dem „Super-Gipfel“ von Kopenhagen. Das stimmt zutiefst traurig, denn es zeigt das Bild einer Menschheit, der kurzfristiges Geld wichtiger ist als eine langfristige, nachhaltige Art des Wirtschaftens, und die fröhlich zum Tanz auf dem Vulkan bläßt, was in 50 Jahren ist, kann uns doch egal sein. Doch so kann es nicht weitergehen. Wenn wir weiterhin so handeln, ist das ein sicherer Weg ins Verderben, und schon in wenigen Jahren werden wir das auch merken. Nur, dass es dann zu spät sein wird.

Natürlich ist dieses Scheitern zu gewissen Teilen vom Duo USA-China verursacht, doch dies kann keine Ausrede für Deutschland und die anderen Nationen Europas sein, jetzt nichts zu tun und die Schuld immer nur bei den anderen zu suchen. Nein, vielmehr muss jetzt hier, in Deutschland, in Europa, wirklich etwas getan werden, wirklich die Vorreiterrolle im Klimaschutz ergriffen werden. Nur wenn wir hier wirklich den Schalter umlegen, können wir bei den USA, bei China, auch einschneidende Veränderungen in der Klimapolitik einfordern. Also muss jetzt ein europäisches Abkommen zum Klimaschutz her.

Schließlich müssen wir auch eines bedenken: Uns trifft es nicht als erste und nicht am härtesten. Nein, die die Suppe, die wir uns da eingebrockt haben, wird zunächst mal von denen ausgelöffelt werden, die am wenigsten dafür können. Nämlich von den Leuten in den Entwicklungsländern dieser Welt, zum Beispiel in Afrika. Und eine solche Schuld können wir eigentlich nicht auf uns nehmen.