Am Samstag den 10. Januar trafen wir uns noch einmal abschließen, wobei es einerseits reichlich Essen und andererseits reichlich Diskussionsstoff gab.

Auf mehrfachen Wunsch folgt hier noch einmal ein Grundrezept zur Herstellung von Seitan.

1kg Mehl
1l Wasser
3/4l sehr starke Gemüsebrühe + 1 große Zwiebel + Sojasoße
(anstelle der Gemüsebrühe kann auch nur Sojasoße verwendet werden, gibt dem Seitan einen anderen Geschmack, es wird jedoch kein 3/4l benötigt, da kann man sparsamer sein)

Aus Mehl und Wasser einen Teig kneten. (Bei Bedarf noch Wasser hinzugeben)
Diesen Teig ca. 1/2h in einer Schüssel unter Wasser ruhen lassen.
Dann den Teig „auswaschen“, also die Stärke herauswaschen, so dass nur noch Weizeneiweiß (Gluten) übrigbleibt. Dazu wird der Teig unter Wasser solange durchgeknetet, bis das Wasser ganz weiß ist. Dann das Wasser wegschütten und durch neues ersetzen. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis keine Stärke mehr im Teig ist. Das ist dann der Fall, wenn das Wasser beim Waschen nicht oder kaum mehr Weiß wird.
Zwiebeln in Sojasoße anbraten und dann mit Wasser aufgießen und daraus eine sehr starke Gemüsebrühe („überwürzt“) machen.
Den Teig in einen Gefrierbeutes geben und die Brühe mit den Zwiebeln dazuschütten.
Bei größeren Mengen empfiehlt es sich, den Teig in mehrere kleine Portionen aufzuteilen und mehrere Gefrierbeutel zu nehmen.
Den Gefrierbeutel fest Verschließén und möglichst weit oben ein kleines Loch reinschneiden, damit die Luft bei Erwärmung austreten kann.
Den Beutel nun in einen genügend großen Topf geben und diesen mit wasser auffüllen (Achtung: es sollte kein Wasser durch das Loch eindringen können). Mit geschlossenem Deckel nun 3/4 bis 1h kochen. Wenn die Brühe abgegossen und der Seitan ausgekühlt ist, kann er verwendet werden wie Fleisch.