Noch im Mai gelang einigen Imkern aus der Region ein überraschender Schlag gegen Monsanto, als das Verwaltungsgericht Augsburg verfügte, dass der Konzern vor der Blütezeit sämtlichen Genmais abernten müsse. Weniger bekannt ist allerdings, dass dieses Urteil nur 7 Wochen später vom bayerischen Verwaltungsgerichtshof revidiert wurde. Die Begründung dafür ist, dass schließlich ein Mindestabstand zwischen Bienen und Mais von 1,5-2km eingehalten werde (,Unter extremen Bedingungen lassen sich Bienen dazu bringen, sich bis zu 10 Kilometern vom Stock zu entfernen‘, Quelle: Bienenforschung Würzburg).

Monsanto führt 500 Prozesse dieser Art jährlich! Besonders bekannt ist dabei der Fall des kanadischen Bauern Percy Schmeißer.

Dieser wurde beschuldigt von Monsanto patentierten, genveränderten Raps unberechtigt angebaut zu haben. 2004 entschied der Oberste Gerichtshof jedoch für Schmeißer, weil es als erwiesen angesehen wurde, dass der Raps von benachbarten Feldern befruchtet worden war. Solche Erfolge sind jedoch eher die Ausnahme. Kein Wunder also, dass die meisten Bauern aus Angst verklagt und dadurch ruiniert zu werden mit dem Konzern kooperieren. (Oft kommt es zu Schadensersatzzahlungen in Höhe mehrerer hundertausend Dollar wegen angeblicher Patentverletzungen!) Auf Beschwerden von Biobauern, deren Ernte durch genveränderte Pollen verunreinigt wurde, reagierte ein Mitarbeiter mit dem Ausspruch:, „In ein paar Jahren werden Biobauern dafür haften, wenn sie mit ihren natürlichen Genen unsere Patentsorten verderben.“ (Quelle: Greenpeace Magazin)
Was will man aber auch von einem Konzern anderes erwarten, dessen erklärtes Ziel es ist, die weltweite Nahrungsversorgung zu kontrollieren‘ (Quelle: ehemaliger Monsanto-Mitarbeiter). In vielen Ländern hat Monsanto sich inzwischen soweit etabliert, dass, wie in Chile, 75% aller abgepackten Lebensmittel auf Transgenen basieren.
Wirklich interessant ist auch der aktuelle Versuch des Giganten einen Teil des DNA von Schweinen patentieren zu lassen. Sollte das gelingen, müssten weltweit alle Landwirte, deren Tiere diesen Genmarker tragen, Lizenzgebühren an Monsanto zahlen und die Monopolstellung des Konzerns würde sich noch weiter festigen. Zu diesem Thema hat der WDR die Doku ,Arme Sau – Das Geschäft mit dem Erbgut gebracht‘. Für alle die’s interessiert hier der Link: http://video.google.de/videoplay?docid=-5599944742624470002
Lohnt sich echt mal reinzuschauen!